10.6. Podiumsdiskussion im ZHG: (Menschen)Rechte für Tiere?

MenschenrechtefürTiere

Das Institut für Politikwissenschaft veranstaltet am 10.6. eine Podiumsdiskussion, die vielversprechend klingt. Um 18:15 Uhr im ZHG, Hörsaal 105. Aus dem Ankündigungstext dazu:

„Schimpansen stellen Antrag auf Freilassung.“ – So lautete Ende 2013 eine Schlagzeile in zahlreichen US-Medien, als Anwälte des „Nonhuman Rights Project“ bei drei New Yorker Gerichten gleich mehrere Anträge (sog. Habeas-Corpus-Anträge) auf Freilassung unrechtmäßiger Gefangener stellten. Ganz bewusst versuchten die Anwälte über das Instrument des Habeas-Corpus-Antrags den Rechtsstatus von Schimpansen dem von Menschen anzugleichen – auf dem Weg hin zu „Menschenrechten für Tiere….“ – ein erster Schritt, der später auf weitere Tiere erstreckt werden soll, denen ebenfalls hohe kognitive Fähigkeiten zugesprochen werden, wie Elefanten und Wale. Dies ist indes keine Geschichte isolierter Tierschützer, sondern Teil einer immer stärker werdenden – weltweiten – Debatte.

Nachdem immer neue, immer beeindruckendere Erkenntnisse über die kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Tieren erforscht und publiziert werden, stellt sich zunehmend die Frage, was den Menschen noch von (zumindest ausgewählten) Tieren unterscheidet. Welche Begründung gibt es dafür, dass diese Tiere nicht mit dem gleichen Respekt und der gleichen Würde behandelt werden wie Menschen? Sollte man die Menschenrechte nicht auch jenen Tieren zugestehen, die uns Menschen in vielerlei Hinsicht so nahe stehen? Schimpansen beispielsweise jagen mit selbst gefertigten Speeren, haben die Fähigkeit, sich mit medizinisch wirksamen Kräutern zu behandeln, und gehen soziale Beziehungen ein. Aber: Kann man Tieren tatsächlich ein Recht auf individuelle Freiheit oder Eigentum zusprechen? Was wären die Folgen? Und wie sollten Tiere diese Rechte überhaupt geltend machen?

Wir wollen darüber mit zwei Experten diskutieren, die die derzeitige öffentliche Debatte „(Menschen-) Rechte für Tiere“ mit ihren Beiträgen prägen und mitgestalten: Dr. Friederike Schmitz, Philosophin und Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität in Berlin. Sie ist Herausgeberin des Sammelbandes „Tierethik: Grundlagentexte“ (Suhrkamp-Verlag). Ihr Gesprächspartner ist Prof. Dr. Peter Kunzmann, Akademischer Rat an der Universität Jena am Lehrstuhl für Angewandte Ethik, der Menschenrechte für Tiere dezidiert ablehnt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Andreas Jahn, Redakteur bei der Zeitschrift „Gehirn und Geist“.
Beginn: 10.06.2014, 18:15 Uhr
Ende: 10.06.2014 , 20:00 Uhr
Ort: Zentrales Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal 105

10. Juni Le chat noir

The Trou­bles – Der ver­ges­se­ne Kon­flikt

Zwi­schen 1969 und 1998 fand in Nord­ir­land einer der blu­tigs­ten Kon­flik­te Eu­ro­pas seit Ende des Zwei­ten Welt­kriegs statt. ​In einem drei­ßig­jäh­ri­gen Aus­nah­me­zustand kämpf­ten Ka­tho­li­ken und Pro­tes­tan­ten, Re­pu­bli­ka­ner und Loya­lis­ten, IRA und UVF ge­gen­ein­an­der. Mit dem Kar­frei­tags­ab­kom­men 1997 soll­te das Blut­ver­gie­ßen ein Ende fin­den, doch der Kon­flikt war und ist noch lange nicht vor­bei.

In mei­nem Vor­trag möch­te ich Euch mit an­schlie­ßen­der Dis­kus­si­on einen der äl­tes­ten Kon­flik­te Eu­ro­pas, des­sen Wur­zeln schon im 12. Jahr­hun­dert aus­zu­ma­chen sind, vor­stel­len. Be­son­ders möch­te ich auf die Rolle der Irish Re­pu­bli­can Army ein­ge­hen und mit Euch über die da­hin­ter­ste­hen­den na­tio­na­lis­ti­schen Ten­den­zen reden.

10. Juni | 21:30 Uhr | JuzI, Bür­ger­str. 41

11.2. Le chat noir


Kein Frei­spruch für Nazis und Jus­tiz– Ras­sis­mus und Fa­schis­mus
be­kämp­fen, auf allen Ebe­nen, mit allen Mit­teln!

Am 21.​09.​2013 grif­fen neun Neo­na­zis einen Men­schen in Bern­burg
aus ras­sis­ti­schen Mo­ti­ven an. Der Mann wurde beim Ab­schlie­ßen
sei­ner Gast­stät­te ras­sis­tisch be­schimpft und da­nach mit
Bier­fla­schen zu Boden ge­prü­gelt. Er er­litt le­bens­be­droh­li­che
Schä­del­brü­che und lag lange Zeit auf der In­ten­siv­sta­ti­on im
künst­li­chen Koma.

Die An­grei­fer sind be­kann­te Nazis aus der Schö­ne­be­cker
Ka­me­rad­schafts­sze­ne, dar­un­ter Fran­ces­co L., eine zen­tra­le
Figur die seit Jah­ren durch bru­ta­le Über­grif­fe in der Re­gi­on auf
sich auf­merk­sam macht. 2006 war er maß­geb­lich an der Miss­hand­lung
eines 12 Jäh­ri­gen be­tei­ligt. Im Ja­nu­ar 2011 griff er einen Im­biss
in Schö­ne­beck an und im Jahr 2012 zwei Ju­gend­li­che. Im Sep­tem­ber
2013 hätte er für die letz­te Tat die Haft an­tre­ten müs­sen. Er zog
je­doch noch ein­mal mit sei­nen Ka­me­ra­den durch die Re­gi­on und
griff in Bern­burg den 34-​jäh­ri­gen Gast­stät­ten­be­sit­zer an.
Des­sen Fa­mi­li­en­mit­glie­der wur­den dar­auf­hin wie­der­holt Ziel
ras­sis­ti­scher An­grif­fe. Die Po­li­zei sieht kei­nen
Zu­sam­men­hang. Am 20. Fe­bru­ar wird der Pro­zess gegen die Täter
er­öff­net. Die Staats­an­walts­haft Mag­d­e­burg tut sich wie so oft
schwer damit ein ras­sis­ti­sches Tat­mo­tiv zu er­ken­nen – zum
Nach­teil des Be­trof­fe­nen und im Sinne der Täter.

In Sach­sen-​An­halt wird sich seit mehr als 20 Jah­ren schwer damit
getan gegen rech­te Schlä­ger, Nazis und auch Mör­der in Uni­form zu
er­mit­teln. Drei un­ge­klär­te Morde in der Po­li­zei­sta­ti­on von
Des­sau sind un­er­träg­li­che Bei­spie­le dafür. Viel mehr be­stim­men
Ver­tu­schen, Ver­schwei­gen und Weg­schau­en die Pra­xis von Po­li­zei
und Po­li­tik im Land.

11. Fe­bru­ar | 21:30 Uhr | JuzI

Den ganzen Aufruf zur Demo findet ihr unter:
http://rassismus-toetet.de/magdeburg-15-02-kein-freispruch-fuer-nazis-und-justiz/

Spitzel enttarnt! Infoveranstaltung 4.2.

Am 4.2.wird es im Anschluss an die Soliküche, also ab halb zehn bis zehn, bei uns eine Infoveranstaltung zum Spitzel in der niedersächsischen Tierrechtsszene geben. Unten findet ihr den Ankündigungstext:

Ende 2013 wurde der Spitzel Ralf Gross enttarnt. Eineinhalb Jahre war er undercover in Tierbefreiungs- und anderen linken Zusammenhängen unterwegs.
Seit dem 26.1. ist es nun öffentlich. In einer Infoveranstaltung wollen wir euch vorstellen, wie Ralf in die Szene kam, wie er sich verhalten hat und wie er letztendlich geoutet wurde. Zudem wollen wir kurz die Kampagnen vorstellen, in die er sich eingeschlichen hat, und gemeinsam versuchen ein Fazit aus dem Fall Gross zu ziehen. „Wie können sich Zusammenhänge davor schützen?“ – eine wichtige Frage, die wir gemeinsam diskutieren wollen. Dabei wollen wir auch einen Blick in die Medien und ihre Reaktion auf die Enttarnung werfen. Spitzel hat es schon immer in der Linken gegeben und wird es vermutlich immer wieder geben. Um uns davor zu schützen, sollten wir nach solchen Fällen einen möglichst breiten Austausch schaffen.

Außerdem wollen zur „Demo gegen Überwachung und Tierfabriken!“ am 8.2. aufrufen.

Die Veranstaltung machen Aktivist_innen der Wietze/n-Kampagne, die selbst
vom Spitzelfall betroffen waren.

Mehr Infos unter: antiindustryfarm.blogsport.de

3.9. Der Mampf geht weiter …

Am 3. September hat das Warten ein Ende und es gibt wieder vegane Schmausereien. Wie immer dienstags.

Ab 17:30 fangen wir mit kochen an – es sind alle herzlich eingeladen mitzukochen, auch ohne ‚Kochkenntnisse‘.
Ab 20:00 gibt es dann lecker Essen.

Weitersagen.



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