Archiv für Juni 2014

10.6. Podiumsdiskussion im ZHG: (Menschen)Rechte für Tiere?

MenschenrechtefürTiere

Das Institut für Politikwissenschaft veranstaltet am 10.6. eine Podiumsdiskussion, die vielversprechend klingt. Um 18:15 Uhr im ZHG, Hörsaal 105. Aus dem Ankündigungstext dazu:

„Schimpansen stellen Antrag auf Freilassung.“ – So lautete Ende 2013 eine Schlagzeile in zahlreichen US-Medien, als Anwälte des „Nonhuman Rights Project“ bei drei New Yorker Gerichten gleich mehrere Anträge (sog. Habeas-Corpus-Anträge) auf Freilassung unrechtmäßiger Gefangener stellten. Ganz bewusst versuchten die Anwälte über das Instrument des Habeas-Corpus-Antrags den Rechtsstatus von Schimpansen dem von Menschen anzugleichen – auf dem Weg hin zu „Menschenrechten für Tiere….“ – ein erster Schritt, der später auf weitere Tiere erstreckt werden soll, denen ebenfalls hohe kognitive Fähigkeiten zugesprochen werden, wie Elefanten und Wale. Dies ist indes keine Geschichte isolierter Tierschützer, sondern Teil einer immer stärker werdenden – weltweiten – Debatte.

Nachdem immer neue, immer beeindruckendere Erkenntnisse über die kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Tieren erforscht und publiziert werden, stellt sich zunehmend die Frage, was den Menschen noch von (zumindest ausgewählten) Tieren unterscheidet. Welche Begründung gibt es dafür, dass diese Tiere nicht mit dem gleichen Respekt und der gleichen Würde behandelt werden wie Menschen? Sollte man die Menschenrechte nicht auch jenen Tieren zugestehen, die uns Menschen in vielerlei Hinsicht so nahe stehen? Schimpansen beispielsweise jagen mit selbst gefertigten Speeren, haben die Fähigkeit, sich mit medizinisch wirksamen Kräutern zu behandeln, und gehen soziale Beziehungen ein. Aber: Kann man Tieren tatsächlich ein Recht auf individuelle Freiheit oder Eigentum zusprechen? Was wären die Folgen? Und wie sollten Tiere diese Rechte überhaupt geltend machen?

Wir wollen darüber mit zwei Experten diskutieren, die die derzeitige öffentliche Debatte „(Menschen-) Rechte für Tiere“ mit ihren Beiträgen prägen und mitgestalten: Dr. Friederike Schmitz, Philosophin und Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität in Berlin. Sie ist Herausgeberin des Sammelbandes „Tierethik: Grundlagentexte“ (Suhrkamp-Verlag). Ihr Gesprächspartner ist Prof. Dr. Peter Kunzmann, Akademischer Rat an der Universität Jena am Lehrstuhl für Angewandte Ethik, der Menschenrechte für Tiere dezidiert ablehnt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Andreas Jahn, Redakteur bei der Zeitschrift „Gehirn und Geist“.
Beginn: 10.06.2014, 18:15 Uhr
Ende: 10.06.2014 , 20:00 Uhr
Ort: Zentrales Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal 105

10. Juni Le chat noir

The Trou­bles – Der ver­ges­se­ne Kon­flikt

Zwi­schen 1969 und 1998 fand in Nord­ir­land einer der blu­tigs­ten Kon­flik­te Eu­ro­pas seit Ende des Zwei­ten Welt­kriegs statt. ​In einem drei­ßig­jäh­ri­gen Aus­nah­me­zustand kämpf­ten Ka­tho­li­ken und Pro­tes­tan­ten, Re­pu­bli­ka­ner und Loya­lis­ten, IRA und UVF ge­gen­ein­an­der. Mit dem Kar­frei­tags­ab­kom­men 1997 soll­te das Blut­ver­gie­ßen ein Ende fin­den, doch der Kon­flikt war und ist noch lange nicht vor­bei.

In mei­nem Vor­trag möch­te ich Euch mit an­schlie­ßen­der Dis­kus­si­on einen der äl­tes­ten Kon­flik­te Eu­ro­pas, des­sen Wur­zeln schon im 12. Jahr­hun­dert aus­zu­ma­chen sind, vor­stel­len. Be­son­ders möch­te ich auf die Rolle der Irish Re­pu­bli­can Army ein­ge­hen und mit Euch über die da­hin­ter­ste­hen­den na­tio­na­lis­ti­schen Ten­den­zen reden.

10. Juni | 21:30 Uhr | JuzI, Bür­ger­str. 41