Archiv der Kategorie 'Mahlzeit'

Veganer Mitbring-Brunch

Am Sonntag dem 12.07. ab 11Uhr gibt es im Juzi einen veganen Mitbring-Brunch.

Wir wollen gerne die Grundlage dafür schaffen, dass ein regelmäßiger Austausch zwischen Veganer*innen zustande kommen kann.
Damit wir am Ende nicht 10 Kartoffelsalate verspeisen müssen, haben wir einen PIRATE-PAD zur Selbstorganisation und Absprache eingerichtet.

Komm vorbei zum gemütlichem, politsch korrektem Frühstück mit netten Menschen!

PGP-Workshop und Brunch

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Eintopf aus handverlesenen Linsen mit mundgeklöppelten Bohnen

Da der Linseneintopf vorgestern so viel Fans bekommen hat – so gehts:

Zuerst braucht ihr ein paar Hippies die Linsen anbauen und euch dann nen Sack voll gemischter Linsen schenken. Ich glaube es waren Beluga-Linsen gemischt mit Tellerlinsen. Dann setzt ihr euch hin und lest ein paar Tage lang Linsen, d.h. Steine, Erdklumpen, Pflanzenreste und verdorbene Linsen raussortieren. Baut eine innige Beziehung zu den Linsen auf. Denkt an das Märchen Aschenputtel. Aber missbraucht keine Tauben dazu, das hier ist ein veganer Eintopf!

Wenn ihr fertig seid, Linsen waschen und nen Tag lang in kalten Wasser einweichen. Findet einen Haufen verrückter Leute die Bock haben mit euch zu kochen. Fragt um Gemüsespenden. Alles was da ist kommt in den Topf. Wascht die eingeweichten Linsen nochmal und los gehts. Schnibbelt und brutzelt drauf los. Wenn es Form annimmt abschmecken mit Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe und so weiter. Kriegt einen Schreck, weil es schon 5 vor 8 ist. Noch viel viel viel Senf reintun. Vegane Pampe ist fertig. ;)

Alternativ könnt ihr es natürlich auch so versuchen:

250 g Linsen kaufen oder containern, waschen, einweichen, nen Tag warten, nochmal waschen, kochen.
1-2 Zwiebeln, schnibbeln, in Pfanne schön lange anbraten, zu den gekochten Linsen in den Topf tun
2 große Möööhren, schnibbeln, anbraten, rein
1/4 Knolle Sellerie, schnibbeln, anbraten, rein
eine Hand voll grüne Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden, rein
100 g Räuchertofu richtig knusprig anbraten und rein damit
1-2 Zehen Knoblauch in den Eintopf pressen
Sonstiges Gemüse der Saison, bei uns waren es Auberginen, schnibbeln, anbraten und rin damit
Auberginen sollten mit viel Salz und viel Fett angebraten werden. Richtig lange.

Dann noch frische Tomaten oder Tomatenmark je nach Geschmack dazu.

Der Eintopf sollte lange durchgekocht werden, so wird es erst richtig gut.
Abschmecken mit einigen Teelöffeln Salz und Rauchsalz, 2-4 Esslöffel mittelscharfen Senf, etwas Essig, frisch gemahlenen oder gemörserten Pfeffer, frisch gemörserten Koriander, evtl. auch gemörserte Senfsaat (wenn ihr sowas habt), wenn ihr wollt auch mit Gemüsebrühe oder Hefeflocken abschmecken. Dann noch viel getrocknete oder frische Petersilie.
Etwas warten. Wenn es jetzt noch nicht gut ist und ihr nicht wisst was noch rein soll, muss wahrscheinlich noch mehr Senf oder Fett dazu. Vielleicht auch Hefeflocken.

Als Beilage sind einige Kartoffeln gut. Außerdem Salat.

Viel Spaß!

Menü

Leckere Burger!

Beim Antifa-Cup 2012 gab es in diesem Jahr fette Burger, damit die Fußballspieler*innen und Zuschauer*innen auch bei Kräften bleiben. Hier kommt mit etwas Verspätung noch das Rezept für die Bratlinge:

für ca. 150 Burger

Zutaten:
3 kg Grünkernschrot
1 kg Kleinblatt-Haferflocken
1 kg Gluten (Weizeneiweiß)
500 g Sonnenblumenkerne
1 kg Karotten, fein gewürfelt
3 Stangen Lauch, in feine Halbringe geschnitten
ca. 20 Zwiebeln
viel Knoblauch
2-3 Tuben Tomatenmark
Gemüsebrühe
Salz
Curry
Basilikum
ggf. Paniermehl

Zubereitung:
Grünkernschrot, Haferflocken und Gluten in einem großen Topf gut miteinander verrühren (geht am besten mit der Hand). Achtung, das sollten keine Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit machen, es staubt ziemlich dolle! Anschließend Brühe, Salz, Curry und Basilikum unterrühren, danach das feingeschnittene Gemüse. Dann mit kochendem Wasser aufgießen, so dass die Masse gerade eben bedeckt ist, und ein paar Minuten köcheln lassen, dabei gut aufpassen, dass es unten im Topf nicht ansetzt. Tomatenmark unterrühren und nochmal abschmecken. Dann eine Zeitlang quellen lassen.
Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Bälle formen, in einer Pfanne mit heißem Öl plattdrücken und die Bratlinge schön braun braten.

Wenn die Masse zu sehr klebt und sich nicht gut braten lässt, nochmal so viel Paniermehl unterrühren, bis sie sich trockener anfühlt.

Bei uns haben 2 Menschen Bällchen geformt und bereitgelegt, und 2 Menschen standen an je einer Pfanne und haben gebraten. So waren wir etwa 3 Stunden lang gut beschäftigt und haben hinterher gestunken wie Hulle. Wie schön wäre eine Dunstabzugshaube! :)

Für fette Burger braucht ihr außerdem:
35-40 runde Fladenbrote (geviertelt)
Salate
Tomaten
Gurken
Zwiebeln (in Ringe schneiden)
Röstzwiebeln
Gewürzgurken (längs in Scheiben oder in Sticks)

Saucen:
selbstgemachte Mayo
Senf
Ketchup
Simpel und lecker ist auch eine Sauce, bei der einfach etwas Senf in den Ketchup gerührt wird.

Chickpea Gravy und Trifle

Hallo!
Das war’s jetzt erstmal, ab sofort macht die Soliküche einen wohlverdienten Urlaub! Ab September geht es dann wieder weiter.
Wir hoffen, dass euch unser letztes Menü geschmeckt hat – hier nochmal eine Übersicht inklusive ein paar Rezepte.

* Kartoffelstampf
* Punkrock Chickpea Gravy (Sauce aus Kichererbsen)
* Geschmortes Ratatouille-Gemüse
* Blattsalat mit Cocktailtomaten, kleinen Gürkchen und Pilzen
* Pussyriot-Soli-Trifle (Schichtdessert aus Krümeln, Pudding und Obst)

Kartoffelstampf, Chickpea Gravy, Ratatouille-Gemüse und Salat

Punkrock Chickpea Gravy

Das Rezept für das Punkrock Chickpea Gravy stammt aus dem Buch Vegan with a Vengeance, ihr findet es auch hier:

Zutaten (für 4-6 Personen):
30 g (3 EL) Weißmehl
475 ml Wasser
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel (geviertelt und in dünne Scheiben geschnitten)
2 TL Senfkörner
3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
1 Dose Kichererbsen (abgetropft)
2 Prisen gemahlener Kreuzkümmel
2 Prisen Paprikapulver
je 1 Prise getrockneter Rosmarin, Thymian, Oregano, Koriander
3 EL Sojasauce
Saft von 1 Zitrone (vorsichtig abschmecken!)
Hefeflocken
evtl. Wasser

In einer Schüssel das Mehl mit den 475 ml Wasser verrühren, bis sich das Mehl gut aufgelöst hat. In einer großen Pfanne die Zwiebel und Senfkörner im Olivenöl anschwitzen bis die Zwiebeln braun und die Senfkörner geröstet sind. Den Knoblauch zugeben und für weitere 2 Minuten anbraten. Die Kichererbsen zugeben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Sie müssen nicht zu einem Brei zermatscht werden, es reicht, wenn jede leicht aufgebrochen ist, und wenn ein paar ganz bleiben, ist’s auch okay. Die Kräuter, Gewürze, Sojasauce und Zitronensaft zugeben. Am Boden der Pfanne kratzen, damit nichts anbrennt, dann die Hitze reduzieren und die Mehlmischung über die Kichererbesen gießen. Immer weiter rühren, bis die Masse eindickt. Dann die Hefeflocken unterrühren. Wenn die Sauce zu pampig und fest ist, noch etwas Wasser zugeben und gut verrühren. Bis zum Servieren warmstellen.

Pussyriot-Soli Trifle

Der Nachtisch war ein Schichtdessert aus einer Schicht Krümeln, einer Schicht Vanillepudding und einer Schicht Melone und Trauben.
So haben wir’s gemacht:

Zutaten für 2 riesige Bleche (ca. 150 Portionen):
1 Packung Cornflakes
1 Packung Vollkornflakes
2 Packungen Haferfleks (Kölln)
1 Packung Karamellkekse
8 Liter Sojamilch
600 g Maisstärke
14 Päckchen Vanillezucker
Rohzucker
2 Wassermelonen
1 Kiste grüne Trauben

Die Flakes und Kekse mit den Händen zu kleinen Stückchen zerkrümeln. Krümel und Fleks auf dem Boden des Bleches verteilen. Der Boden sollte so 1 bis 2 cm hoch bedeckt sein. Dann die Sojamilch im Topf erhitzen und in der Zwischenzeit in einer Schüssel die Stärke mit dem Vanillezucker verrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Mit Zucker nach Geschmack süßen. Sobald die Sojamilch kocht, die Stärkemischung mit dem Schneebesen unterrühren, gut rühren! und noch kurz aufblubbern lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Pudding auf den Krümeln verteilen. Abkühlen lassen.
Die Trauben waschen und von den Zweigen zupfen. Die Wassermelone in fingerdicke Scheiben schneiden und mit Ausstechförmchen Sterne etc. ausstechen. Die Melonenstückchen auf dem Pudding verteilen und die Lücken mit Trauben auffüllen. Voilá!

Statt Trauben und Melone geht natürlich auch jedes andere Obst: Erdbeeren, Blaubeeren, whatever.