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(by Soliküche Göttingen)

 

Repression gegen Tierrechtsaktivist_innen: „Gemeint sind wir alle!“

Am 21.5.2008 stürmten vermummte WEGA-Beamt_innen (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung) um ca. 07:00 Uhr mehrere Wohnungen in Wien, Niederösterreich, Steiermark und Tirol. Einige der teilweise noch schlafenden Bewohner_innen wurden mit gezogenen Waffen in ihren Betten geweckt. Durchsucht wurden insgesamt 23 Wohnungen, Häusern und Büros. Begründung für die Hausdurchsuchungen ist der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation gemäß §278a StGB. 10 Personen wurden festgenommen und im Landesgericht Wr. Neustadt inhaftiert. Gegen alle 10 verhafteteten Tierrechtsaktivist_innen wurde Untersuchungshaft verhängt.

Ihnen werden insgesammt 31 Delikte in Zusammenhang mit der Kampagne gegen die Modekette „Kleider Bauer“ vorgeworfen. Sie sollen sich an Direkten Aktionen gegen die Filialen des Tierqualbetriebes beteiligt haben, der glaubt, am Verkauf von Echtpelz festhalten zu müssen.

Die Kampagne läuft nun schon seit fast 2 Jahren gegen die Geschäftspolitik der Kleider Bauer-Inhaber. Die wöchentlichen Kundgebungen und Demonstrationen vor den Filialen in allen großen österreichischen Städten hatten schon seit Beginn mit Untersagungen, Beschneidungen und allgemein Einschränkungen der Meinungsfreiheit zu kämpfen. Genau diese Leute, die sich an Protesten beteiligt haben, werden nun verhaftet!

Als Reaktion auf den äußert brutal durchgeführten Polizeieinsatz, die Beschlagnahmung zahlreicher Materialien und die Verhaftungen kam es zu mehreren Solidaritätsdemonstrationen in Graz, Wien, Berlin, Hamburg, München, Stockholm, Bregenz, Salzburg und anderen Städten.

Solidarität mit den von der Verhaftungswelle Betroffenen ist gefragt! Egal ob du vegan, feministisch, antifaschistisch, gegen Überwachung, Atomkraft oder Polizeigewalt bist – gemeint sind wir alle, auch wenn es momentan nur ein paar wenige getroffen hat! Die Leute im Knast brauchen unsere Unterstützung und Solidarität. Die Rechtshilfe kümmert sich um Anwält_innen und Medienarbeit – werdet auch aktiv!

Solidarität kennt keine Grenzen und keine (Gefängnis-)Mauern!

Weg mit dem deutschen §129a/b und dem österreichischen § 278a!

Lasst unsere Freund_innen frei!

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